Werbetechnik Glossar: Material, Konfektion und Druckdaten erklärt

Werbetechnik hat eine eigene Sprache. Frontlit, Hohlsaum, Grammatur oder One-Way-Vision sagen erst etwas aus, wenn man sie einordnen kann. Genau davon hängt aber ab, ob dein Druck hält, ob er aus der richtigen Entfernung lesbar ist und ob die Datei ohne Rückfrage durch die Vorstufe geht. Hier stehen 34 Begriffe kurz erklärt.

Banner, Schild oder Folie, was passt zu deinem Vorhaben?

Ein Banner nimmst du für große, temporäre Flächen im Freien, an Zaun, Gerüst oder Fassade. Ein Schild aus Platte ist die feste Lösung, draußen aus Dibond, drinnen aus Forex. Folie beklebt eine Fläche, die schon da ist, also Glas, Wand oder Fahrzeug. Displays wie Rollup und Beachflag sind für Messen gemacht.

Ausführliche Anleitungen zu den Bannerthemen findest du in unserem Wissensbereich. Dieses Glossar ist der schnelle Nachschlageweg und verlinkt jeweils dorthin, wo es ausführlicher wird.

Alle Begriffe auf einen Blick

Bannermaterial

Backlight

Backlight ist ein lichtstreuendes PVC-Material für hinterleuchtete Flächen, bei uns mit 510 g/m². Es wird mit doppeltem Farbauftrag gedruckt, damit das Motiv auch bei Durchleuchtung satt bleibt statt auszubleichen. Typisch ist es in Leuchtkästen und Schaufenstern.

Blockout

Blockout ist PVC mit einer schwarzen Sperrschicht in der Mitte. Dadurch scheint kein Licht durch und beide Seiten lassen sich unabhängig voneinander bedrucken. Wir führen es in 440 g/m² und 650 g/m². Mehr dazu im Beitrag Blockout-Banner.

Frontlit

Frontlit ist die klassische PVC-Plane mit Trägergewebe, einseitig bedruckt und mit weißer Rückseite. Bei uns mit 510 g/m², als Budget-Variante mit 440 g/m². Es ist das meistgedruckte Material, weil es fast überall funktioniert. Zu den PVC-Bannern.

Grammatur

Die Grammatur ist das Gewicht eines Quadratmeters Material in Gramm. Sie ist der schnellste Hinweis auf Robustheit und Standfestigkeit. Unsere Bannermaterialien reichen von 110 g/m² beim Fahnenstoff bis 650 g/m² beim schweren Blockout. Schwerer heißt stabiler, aber auch mehr Windlast und mehr Gewicht an der Befestigung. Welches Material wofür taugt, steht im Beitrag Bannermaterial im Vergleich.

Mesh

Mesh ist ein Gittergewebe mit feinen Löchern, durch die Wind und Licht hindurchziehen. Es bläht sich deshalb nicht auf und zerrt weniger an Befestigung und Gerüst, gibt dafür etwas Deckkraft ab. Mehr dazu im Beitrag Winddurchlässige Banner und zu den winddurchlässigen Bannern.

PVC

PVC ist der Kunststoff, aus dem die meisten Werbeplanen bestehen. Er nimmt kein Wasser auf, lässt sich beschichten und bedrucken und ist im Außenbereich sehr langlebig. Warum er draußen punktet, steht im Beitrag Wetterfeste Banner.

Textilbanner

Textilbanner bestehen aus Polyestergewebe statt aus PVC, bei uns von 110 g/m² beim Fahnenstoff bis 210 g/m² beim Dekostoff. Sie sind leicht, knitterarm, matt in der Optik und lassen sich klein zusammenlegen. Für Innenräume und Messen sind sie die edlere Wahl. Zu den Bannern aus Stoff.

Platten und Folien

Acrylglas

Acrylglas ist eine glasklare Kunststoffplatte mit glänzender Oberfläche, bei uns in 4 bis 8 mm. Sie wirkt hochwertig und lichtdurchlässig und ist deutlich leichter und bruchsicherer als echtes Glas. Typisch für Firmenschilder im Innenbereich.

Alu-Verbundplatte

Eine Alu-Verbundplatte, im Handel meist Dibond genannt, besteht aus zwei Aluminiumdeckschichten mit Kunststoffkern, bei uns 3 mm stark. Sie ist form- und witterungsstabil und damit die Standardwahl für dauerhafte Schilder im Freien. Zum Schilderdruck.

Hartschaumplatte

Eine Hartschaumplatte, meist unter dem Namen Forex bekannt, ist eine leichte PVC-Schaumplatte in 3 bis 10 mm. Sie lässt sich bohren, kleben und zuschneiden und ist die Einstiegslösung für Schilder in Innenräumen und geschützten Bereichen. Dauerhaft ungeschützt draußen ist sie nicht gedacht.

Hohlkammerplatte

Eine Hohlkammerplatte besteht aus Polypropylen mit durchgehenden Stegen im Inneren, ähnlich wie Wellpappe aus Kunststoff, bei uns in 3 bis 5 mm. Sie ist sehr leicht, günstig und für temporäre Schilder gedacht, etwa an Bauzäunen oder als Wahlplakat.

Klebefolie

Klebefolie ist eine selbstklebende Folie zum Bekleben glatter Flächen, bei uns 80 µm stark in Weiß und Transparent. Weiße Folie deckt den Untergrund ab, transparente lässt ihn durchscheinen. Zum Foliendruck.

Lochfolie

Lochfolie ist eine perforierte Klebefolie für Schaufenster und Fahrzeugscheiben, auch One-Way-Vision genannt. Von außen sieht man das Motiv, von innen bleibt der Blick nach draußen frei, weil das Auge durch die Löcher schaut. Bei uns mit 160 µm.

Magnetfolie

Magnetfolie ist eine bedruckbare Folie mit magnetischer Rückseite, bei uns 0,85 mm stark. Sie haftet ohne Kleber auf Stahlflächen und lässt sich rückstandsfrei abnehmen. Typisch ist sie an Fahrzeugtüren, wenn die Werbung nicht dauerhaft dran bleiben soll.

Konfektion und Befestigung

Hohlsaum

Beim Hohlsaum wird der Rand umgeschlagen und vernäht, sodass ein Tunnel entsteht. Durch ihn schiebst du eine Stange oder ein Seil und spannst das Banner gleichmäßig auf. Wann er sich lohnt, steht im Beitrag Hohlsaum am Banner.

Keder

Ein Keder ist eine runde Kunststoffschnur, die in den umgenähten Rand eingenäht wird und in die Nut eines Rahmens oder Spannsystems gleitet. Das Ergebnis ist eine faltenfrei gespannte Fläche. Wir fertigen mit 7 mm. Mehr im Beitrag Keder am Banner.

Konfektion

Konfektion ist die Verarbeitung der Ränder nach dem Druck. Bei uns stehen Ösen alle 50 cm, Hohlsaum, Keder 7 mm oder ganz ohne Konfektion zur Wahl. Welche Variante passt, hängt davon ab, wie und wo du befestigst. Zur Übersicht im Beitrag Banner richtig befestigen.

Ösen

Ösen sind Metallringe im verstärkten Rand, durch die du Kabelbinder, Spanngummis oder Seil führst. Bei uns sind sie rundum alle 50 cm im Preis enthalten. Sie sind die unkomplizierteste Befestigung und für die meisten Einsätze richtig. Mehr im Beitrag Banner mit Ösen.

Ösenabstand

Der Ösenabstand ist der Abstand zwischen zwei Ösen. Je kürzer er ist, desto gleichmäßiger verteilt sich die Last und desto weniger wellt sich die Fläche dazwischen. 50 cm sind der bewährte Standard, bei sehr großen Flächen oder viel Wind lohnt ein engerer Abstand.

Saum

Der Saum ist der umgeschlagene und verschweißte oder vernähte Rand. Er verstärkt die Kante genau dort, wo Ösen und Keder sitzen und die Kräfte angreifen. Ohne Saum würde eine Öse unter Zug einfach ausreißen.

Druck und Daten

Auflösung (dpi)

Die Auflösung gibt an, wie viele Bildpunkte je Zoll eine Datei enthält. Entscheidend ist der Betrachtungsabstand. Ein Banner an der Fassade braucht weniger als ein Schild, das man aus einem Meter Entfernung liest. Bei uns reichen für Banner 100 dpi im Endformat, für Displays 150 und für Platten und Folien 300.

Beschnitt

Beschnitt ist der Bereich, der über das Endformat hinaus angelegt wird, damit beim Schneiden keine unbedruckte Kante entsteht. Bei uns brauchst du ihn nicht. Leg deine Datei einfach im bestellten Format an, wir schneiden exakt. Details im Beitrag Druckdaten richtig anlegen.

CMYK

CMYK ist das Farbsystem des Drucks aus Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Bildschirme arbeiten dagegen mit RGB, das mehr Farben darstellen kann als Druckfarbe wiedergibt. Leuchtende Blau- und Grüntöne wirken gedruckt deshalb oft matter als am Monitor. Lege deine Datei gleich in CMYK an.

Digitaldruck

Digitaldruck überträgt das Motiv direkt aus der Datei auf das Material, ohne Druckplatten oder Siebe. Dadurch ist auch ein einzelnes Stück wirtschaftlich, in jedem Format und mit jedem Motiv. Das ist die Voraussetzung für Druck nach Maß.

Direktdruck

Direktdruck bedeutet, dass die Tinte unmittelbar auf die Platte aufgebracht und ausgehärtet wird, ohne beklebte Zwischenfolie. Das Ergebnis ist wischfest und randscharf, und es gibt keine Folienkante, die sich mit der Zeit lösen kann. Wir drucken Platten so.

Endformat

Das Endformat ist das fertige Maß deines Drucks nach dem Zuschnitt. Bei uns gilt Datenformat gleich Endformat. Du legst die Datei in genau den Maßen an, die du bestellst. Rechne also keine Zugabe ein.

Sublimationsdruck

Beim Sublimationsdruck geht die Farbe unter Hitze direkt in die Polyesterfaser über, statt auf ihr zu liegen. Der Druck ist dadurch waschbar, knickfest und fühlt sich nicht auf. Er funktioniert nur auf Textil, nicht auf PVC oder Platten. Zum Textildruck.

Vektor und Pixel

Vektordaten bestehen aus Kurven und Flächen und lassen sich beliebig vergrößern, ohne unscharf zu werden. Pixeldaten bestehen aus einem festen Punkteraster und werden beim Vergrößern grob. Logos und Schriften gehören als Vektor in die Datei, Fotos sind immer Pixel und brauchen deshalb die passende Auflösung.

Eigenschaften und Zertifikate

B1-Zertifikat

B1 nach DIN 4102 steht für schwer entflammbar. Ein B1-zertifiziertes Material brennt nicht weiter, sobald die Flamme weg ist. In Messehallen, öffentlichen Gebäuden und bei Veranstaltungen wird der Nachweis oft verlangt. Mehr im Beitrag B1-Zertifikat und bei den Bannern mit B1-Zertifikat.

Blickdicht

Blickdicht heißt, dass von der Rückseite nichts durchscheint. Bei Frontlit ist das bei Tageslicht der Fall, vollständig lichtdicht ist nur Blockout mit seiner schwarzen Sperrschicht. Mesh ist nie ganz blickdicht, weil es perforiert ist.

Durchdruck

Durchdruck beschreibt, wie stark ein Motiv auf der Rückseite durchscheint. Bei Fahnenstoff liegt er bei etwa 80 Prozent, die Rückseite zeigt das Motiv also spiegelverkehrt und etwas blasser. Wer auf beiden Seiten ein sauberes Bild braucht, nimmt beidseitig bedrucktes Material.

UV-Beständigkeit

UV-Beständigkeit ist die Widerstandsfähigkeit gegen den Abbau durch Sonnenlicht. Sie betrifft das Material und die Druckfarbe gleichermaßen. Ohne sie wird der Kunststoff spröde und das Motiv verblasst schon nach einer Saison. Wie du die Haltbarkeit verlängerst, steht im Beitrag Banner reinigen, lagern und wiederverwenden.

Winddurchlässigkeit

Winddurchlässigkeit gibt an, wie viel Luft ein Material passieren lässt. Sie ist kein Mangel, sondern ein Sicherheitsmerkmal, weil sie die Kraft auf Befestigung und Unterkonstruktion senkt. Mesh ist winddurchlässig, geschlossene Planen sind es nicht.

Windlast

Windlast ist die Kraft, die der Wind auf eine Fläche ausübt. Ein geschlossenes Banner wirkt wie ein Segel und überträgt diese Kraft vollständig auf Ösen, Seil und Gerüst. Ab etwa vier Quadratmetern im Freien lohnt deshalb der Blick auf Mesh.

Welche Auflösung braucht welches Produkt?

Nicht jedes Produkt braucht dieselbe Datenqualität. Entscheidend ist, aus welcher Entfernung der Druck gelesen wird.

Produkt Auflösung im Endformat Warum
Banner, Planen, Fahnen ab 100 dpi wird aus mehreren Metern Entfernung gelesen
Rollup, Beachflag ab 150 dpi steht auf Messen im Nahbereich
Platten und Folien ab 300 dpi wird aus kurzer Distanz betrachtet

Dateiformate sind PDF, TIFF oder JPG, Farben in CMYK. Ob deine Datei passt, prüfen wir vor dem Druck kostenlos.

Material und Gewicht zum Nachschlagen

Material Gewicht oder Stärke Kurz gesagt
Frontlit 510 g/m², Budget 440 g/m² der Allrounder für draußen
Mesh 310 g/m² winddurchlässig, für Gerüst und Bauzaun
Blockout 440 oder 650 g/m² lichtdicht, beidseitig bedruckbar
Backlight 510 g/m² für hinterleuchtete Flächen
LKW-Plane 630 g/m² das robusteste im Sortiment
Fahnenstoff 110 g/m² leicht, für Fahnen und Hissmasten
Dekostoff 180 bis 210 g/m² matte Optik für innen
Hartschaum (Forex) 3 bis 10 mm leichtes Schild für innen
Alu-Verbund (Dibond) 3 mm dauerhaftes Schild für draußen
Acrylglas 4 bis 8 mm hochwertige Optik für innen
Klebefolien 80 bis 160 µm für Glas, Wand und Fahrzeug

Häufige Fragen zu Material und Daten

Warum braucht ein Schild mehr Auflösung als ein Banner?

Weil der Betrachtungsabstand ein anderer ist. Ein Banner an der Fassade siehst du aus fünf Metern, ein Türschild aus einem halben. Je näher das Auge, desto feiner muss das Raster sein. Deshalb reichen bei Bannern 100 dpi im Endformat, während Platten und Folien 300 brauchen.

Forex, Dibond oder Acrylglas, was nehme ich wofür?

Forex ist die leichte, günstige Platte für innen und geschützte Bereiche. Dibond aus Aluminium ist form- und witterungsstabil und damit die Wahl für dauerhafte Schilder im Freien. Acrylglas nimmst du, wenn die Optik zählt, etwa für ein Firmenschild im Empfangsbereich.

Was ist eine Lochfolie und wo wird sie eingesetzt?

Eine Lochfolie ist perforiert, oft One-Way-Vision genannt. Von außen sieht man das gedruckte Motiv, von innen bleibt der Blick nach draußen frei, weil das Auge durch die feinen Löcher schaut. Typisch ist sie an Schaufenstern und Fahrzeugscheiben, wo Werbung nicht die Sicht nehmen soll.

Was bedeutet die Angabe in µm bei Klebefolien?

µm steht für Mikrometer, ein Tausendstel Millimeter, und beschreibt die Dicke der Folie. Unsere Klebefolien liegen bei 80 µm, die Lochfolie bei 160 µm. Dickere Folie ist stabiler beim Verkleben und verzeiht Fehler eher, dünnere legt sich besser in Rundungen.

Was ist Sublimationsdruck und warum nur bei Stoff?

Beim Sublimationsdruck wird die Farbe unter Hitze gasförmig und verbindet sich direkt mit der Polyesterfaser. Das geht nur bei Polyester, weil sich die Faser dafür öffnen muss. Auf PVC oder Platten bliebe die Farbe außen liegen, dort kommen andere Verfahren zum Einsatz.

Was ist der Unterschied zwischen Vektor- und Pixeldaten?

Vektordaten bestehen aus Kurven und bleiben in jeder Größe scharf. Pixeldaten bestehen aus einem festen Raster und werden beim Vergrößern grob. Logos und Schriften sollten deshalb als Vektor kommen, Fotos sind immer Pixel und brauchen die passende Auflösung im Endformat.

Begriff nicht gefunden?

Wenn dir ein Begriff fehlt oder du unsicher bist, welches Material zu deinem Vorhaben passt, schreib uns oder ruf an. Praktische Helfer sind unser Bannergrößen-Rechner, der Schriftgrößen-Rechner für die Lesbarkeit und der Sichtkontakte-Rechner. Alle Anleitungen stehen im Wissensbereich, den direkten Draht findest du unter Kontakt.

Zuletzt geprüft und aktualisiert im August 2026 durch das Team von PrintBro.